4 Türme hat das Schloss Friedewald

Hier ist im Vordergrund der Zwiebelturm zu sehen.

Im Hintergrund links reckt sich die Spitze des sog. Uhrenturms über die angrenzenden Dächer.

Schlosskeller


Schloss Friedewald - Ein gastfreundliches Haus


Auch wenn der offizielle Teil des Tagesprogramms beendet ist, sind die Gespräche miteinander noch lange nicht zu Ende.

Im Schlosskeller finden sich die meisten Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer im Laufe des Abends wieder, denn hier findet der gesellige Teil einer jeden Tagung statt.


Bei Bier vom Fass, einem guten Wein oder nichtalkoholischen Getränken können Sie in der "urigen" Atmosphäre eines echten Schlosskellers eine Auswahl treffen.


Doch war der Schlosskeller nicht immer ein so gemütlicher Ort wie heute.

Die Überlieferung besagt nämlich, dass eben dieser Schlosskeller über lange Zeit als Gefängnis für die Hausherrin und Ehefrau des Hausherrn diente.

Das "Hohe Haus", der Renaissance-Bau, in dem sich der Schlosskeller befindet, wurde von Heinrich IV. Graf zu Sayn als standesgemäßer Altersruhesitz errichtet. Nach der Fertigstellung schenkte der sehr mächtige ehemalige Domdechant und Vorsitzende des Domkapitels zu Köln dieses Haus seiner Frau Jutta von Mallingkrodt zur Hochzeit. (mehr hierzu unter Schloss Friedewald: Geschichte)

Doch die Ehe der beiden war - so besagt es wiederum die Überlieferung - nicht glücklich und Heinrich wollte die Scheidung, in die seine Frau allerdings nicht einwilligte. Zur Strafe, und wohl auch, um sich von seiner als sehr selbstbewusst bekannten Ehefrau zu befreien, sperrte Heinrich sie im Schlosskeller ein, der auf diese Art zum Gefängnis wurde.


Noch heute wird der Besucher von Schloss Friedewald an diese Geschichte erinnert. Am Eingang befinden sich die beiden Familienwappen der Sayns und der Mallingkrodts. Letzteres allerdings vor dem Hintergrund eines Medusenhauptes - eine kaum verhohlene Anspielung Heinrichs IV. auf seine Ehefrau.

Medusenhaupt in der Fassade des Haupthauses